Das kulturelle Erbe Sachsen-Anhalts ist so abwechslungsreich wie geschichtsträchtig. Vom Mittelalter bis zur Moderne – die Spuren der Epochen lassen sich an zahlreichen Orten noch heute erkunden. Dieser Vielfalt verdankt das Land die einzigartige Dichte von UNESCO-Welterbestätten. Zu entdecken gibt es jedoch auch weniger bekannte Orte, die Gäste aufhorchen und staunen lassen.

© Jan Laurig

Auf den Spuren Feiningers

„Halle is the most delightful town“ – diesen Satz schrieb Lyonel Feininger im Jahr 1929, wenige Tage nach seiner Ankunft in der Saalestadt, an seine Frau. Die reizvollste Stadt – in der Tat! Begeistert, mit Skizzenbuch und Fotoapparat, erkundete der berühmte Maler und Grafiker fortan Halle – und schuf einige seiner bekanntesten Werke, bis heute Ikonen des Schaffens der Bauhaus-Künstlerinnen und Künstler. Folgen Sie der geführten Tour oder erkunden Sie auf eigene Faust das Wirken des Malers auf dem Audiowalk Lyonel Feininger.

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Ein Schloss voller Museen

Der Reichtum aus über 900 Jahren Stadtgeschichte findet sich in den Museen im Köthener Schloss. In die Zeit Köthens als Residenzstadt entführt das Historische Museum mit Ausstellungen zu Johann Sebastian Bach, zum Homöopathen Samuel Hahnemann und zur Fruchtbringenden Gesellschaft, die sich um die Entwicklung der deutschen Sprache kümmert. Dazu kommt der prächtige Spiegelsaal. Werfen Sie einmal einen Blick in den Veranstaltungskalender. Im Schloss finden regelmäßig zahlreiche Konzerte und Lesungen statt.

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© WelterbeRegion Anhalt-Dessau-Wittenberg e.V., Uwe Weigel
© Magdeburg Marketing GmbH

Kunst im Kiez

Kleine Ateliers von Kunsthandwerkern und Designern laden in Magdeburgs Stadtteil Buckau zum Schlendern ein. Zwischen gemütlichen Lokalen, Läden mit regionalen Produkten, jeder Menge Street Art und kleinen Galerien herrscht hier ein ganz besonderes Flair. Im Kiez rund um den historischen Engpass trifft sich Magdeburgs Kunst- und Kulturszene. Dutzende Werkhallen und Fabrikgebäude machten Buckau einst zur Wiege des deutschen Maschinenbaus. Heute verbergen sich hinter den roten Klinkerfassaden moderne Wohnungen, Kunstzentren und die Büroräume von neu angesiedelten Start-ups.

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Anhaltisches Theater Dessau

Oper, Operette, Musical, Sinfoniekonzert, Ballett, Schauspiel – das Anhaltische Theater bedient viele Interessen und zieht mit seinen Produktionen immer wieder die Aufmerksamkeit des Publikums aus ganz Deutschland auf sich. Beeindruckend: die gewaltigen Ausmaße der Bühne. Sie bietet gerade dem großen Musiktheater den passenden Rahmen. Die Anhaltische Philharmonie, eines der ältesten und traditionsreichsten Orchester in Sachsen-Anhalt, hat hier ihre Heimat und bietet abwechslungsreiche Sinfonie- und Kammerkonzerte. Und die Bühne bietet schließlich Raum für – im Wortsinne – ganz großes Theater.

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© Stadtmarketinggesellschaft Dessau-Roßlau mbH, Christian Korn
© Stadt Weißenfels

Heinrich Schütz Festjahr

Heinrich Schütz (1585-1672) hat die deutsche Musik revolutioniert. Sein 350. Todestag ist Anlass für ein Festjahr in den Lebens- und Wirkungsstätten Weißenfels und Zeitz. Gleichzeitig erinnert Weißenfels an den bedeutendsten deutschen Dichter der Frühromantik Novalis, der 2022 seinen 250. Geburtstag gefeiert hätte. Das Heinrich-Schütz-Haus Weißenfels ist einer der Veranstaltungsorte mit zahlreichen Konzerten. Eine neue Museumsapp führt mit Hörszenen, Musikstücken und digitalen Exponaten durch das ehemalige Wohnhaus des Komponisten.
Die Sonderausstellung „Zitronen für Zeitz“ im Museum Schloss Moritzburg Zeitz geht bis 6. November 2022 Schütz‘ Engagement beim Aufbau der Hofmusik in Zeitz nach.

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Unterwegs mit Frau Luther

Auf einem Rundgang durch die Wittenberger Altstadt mit Katharina Luther hören Gäste Geschichten aus dem Leben ihres Mannes Martin und über dessen Freunde und Kollegen. Und natürlich erzählt Katharina auch aus ihrem eigenen turbulenten Leben: Von ihrer Flucht als Nonne, der großen Hochzeit sowie aus dem Alltag im Hause Luther.

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© WelterbeRegion ADW, Uwe Weigel
© Archiv des MD TV EBH e.V.

Grenzgeschichte in Marienborn

Die Gedenkstätte Deutsche Teilung Marienborn ist ein Erinnerungsort der deutschen und europäischen Zeitgeschichte. Sie befindet sich auf dem Gelände der DDR-Grenzübergangsstelle (GÜSt) Marienborn an der Autobahn Berlin – Hannover, einem der westlichsten Punkte an der ehemaligen Systemgrenze zwischen dem kommunistischen Herrschaftsbereich und den demokratischen Staaten des Westens. Die Abfertigungsbereiche für die Passkontrolle, der Zollbereich sowie der Kommandantenturm können besichtigt werden. Im ehemaligen Dienstgebäude befindet sich ein Besucherzentrum mit Räumlichkeiten für Ausstellungen und Bildungsveranstaltungen. Das Besucherzentrum ist täglich von 10 bis 17 Uhr geöffnet.

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Regionale Geschichte erleben

In einem eindrucksvollen Fachwerkhaus aus dem Jahre 1762 ist das Osterburger Kreismuseum beheimatet. Es befindet sich in Trägerschaft des Landkreises Stendal und lädt dazu ein, in die Geschichte der Region einzutauchen. Seine Sammlungen und Ausstellungen sind vor allem auf die Geschichte und Volkskunde der ehemaligen Handwerker-, Ackerbürger- und Schulstadt Osterburg sowie der nordöstlichen Altmark ausgerichtet. Zahlreiche thematisch abwechslungsreiche Sonderausstellungen im Jahr und der inzwischen zu einer Tradition gewordene Osterburger Ostermarkt motivieren auch die Osterburger selbst, ihrem Museum immer einmal wieder einen Besuch abzustatten.

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© Stefan Warnstedt
© Harzer Klostersommer, G. Jentsch

Harzer Klostersommer

Der Harzer Klostersommer vom 1. Juni bis 30. September in den ehemaligen Klosteranlagen Wöltingerode, Brunshausen und Walkenried in Niedersachsen, und Drübeck, Michaelstein und Burchardi in Sachsen-Anhalt gehört zu den sommerlichen Harzer Highlights. Die Klostergäste erleben Orte der Besinnung und Spiritualität sowie zahlreiche Klosterfeste und -märkte, Konzerte und Familienprogramme.

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